
IT-Komplexität reduzieren: Warum weniger Systeme oft die bessere Strategie ist
In vielen Unternehmen ist die IT über Jahre gewachsen – nicht geplant, sondern entstanden. Neue Anforderungen wurden mit neuen Tools beantwortet, Probleme mit zusätzlichen Lösungen „gelöst“. Was dabei entstanden ist, kennt fast jede IT-Abteilung:
Ein Flickenteppich aus Systemen, Schnittstellen und Abhängigkeiten.
Auf den ersten Blick funktioniert alles. Auf den zweiten wird klar: Die Komplexität ist zum eigentlichen Problem geworden.
Dieser Artikel dreht sich um eine unbequeme, aber entscheidende Erkenntnis:
Nicht mehr IT macht Unternehmen erfolgreicher – sondern bessere, reduzierte IT.
Die stille Eskalation: Wie Komplexität entsteht
Kaum ein Unternehmen entscheidet sich bewusst für eine komplexe IT-Landschaft. Sie entsteht schleichend:
Ein Tool für Projektmanagement
Ein anderes für Kommunikation
Eine separate Lösung für Dateien
Noch ein System für Tickets
Dazu externe Cloud-Dienste für Spezialfälle
Jede Entscheidung für sich ist logisch. In Summe entsteht ein System, das kaum noch überschaubar ist.
Daten liegen in verschiedenen Systemen
Prozesse sind nicht durchgängig
Schnittstellen werden zur Fehlerquelle
Benutzer verlieren den Überblick
Und das größte Problem:
Die IT wird langsam.
Wenn Systeme gegeneinander arbeiten
Komplexität ist nicht nur ein organisatorisches Thema – sie hat direkte Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens.
Beispiele aus der Praxis:
- Ein Mitarbeiter sucht Informationen in drei verschiedenen Tools
- Daten müssen manuell übertragen werden
- Automatisierung scheitert an fehlenden Integrationen
- Sicherheitskonzepte werden uneinheitlich umgesetzt
Das kostet Zeit, Geld und Nerven. Und noch wichtiger:
Es verhindert Innovation.
Die Illusion der „Best-of-Breed“-Strategie
Viele Unternehmen verfolgen bewusst einen „Best-of-Breed“-Ansatz:
Für jeden Anwendungsfall das beste Tool.
Klingt sinnvoll – ist aber oft ein Trugschluss.
Denn:
- Das beste Einzelsystem ist nicht automatisch Teil des besten Gesamtsystems
- Integrationen kosten Zeit und Geld
- Abhängigkeiten steigen exponentiell
Am Ende entsteht kein optimiertes System, sondern ein fragmentiertes.


